Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall

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Bandscheibenvorfall

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Unter einem Bandscheibenvorfall versteht man den Austritt eines Anteils des gallertartigen Kerns der Bandscheibe mit Druck auf die Nervenwurzel oder den gesamten Nervenschlauch.

Die Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserring („Annulus fibrosus“) und einem gallertartigen Kern („Nucleus pulposus“). Durch verschleissbedingte (degenerative) Veränderungen kommt es im Laufe der Zeit zu Einrissen im Faserring und damit Bandscheibenvorfall.Eingeklemmter Nervwirdder Austritt des Kerns ermöglicht. Meistens sind die letzten Bandscheiben, nämlich L4/5 und L5/S1 betroffen, da diese Bandscheiben am meisten belastet werden.

Die meisten Bandscheibenvorfälle entstehen somit im unteren Rücken (lumbal), können jedoch auch im Bereich der Halswirbelsäule (zervikal) auftreten. Hier sind die Bandscheiben C5/6 und C6/7 am häufigsten betroffen. Im Bereich der Brustwirbelsäule sind diese jedoch äußerst selten.

Symptome sind meist akute ‟messerstichartige” Schmerzen die in das Bein oder in den Arm ziehen, je nachdem welche Nervenwurzel komprimiert wird.

Ob Sie von einem Bandscheibenvorfall betroffen sind, kann meistens in einem Gespräch herausgefunden werden.


Wie ich Ihnen helfe

Zunächst sollte die Diagnose mittels einer Bildgebung bestätigt werden. Hierzu wird eine Kernspintomographie (MRT) benötigt, wo der Bandscheibenvorfall genau lokalisiert werden kann. Weiters kann das Ausmass des Nervenwurzelkompression beurteilt werden.

Anhand eines zusätzlichen Röntgen der Wirbelsäule kann eine eventuell vorhandene Instabilität abgeklärt werden. Dieses ist für die weitere Behandlung genau so wichtig wie das MRT. Ein Bandscheibenvorfall mit Instabilität wird anders behandelt als ein Bandscheibenvorfall ohne Instabiltät.

Sollten bei Ihnen ein MRT nicht möglich sein, zum Beispiel wegen eines Herzschrittmachers oder anderer Metalle im Körper, kann als 2. Wahl eine Computertomographie (CT) zur Diagnose herangezogen werden.

Ist bei Ihnen ein Bandscheibenvorfall festgestellt worden, ist dies noch kein „Weltuntergang“. Die meisten Bandscheibenvorfälle können konservativ oder besser gesagt müssen nicht operativ behandelt werden. Meist reicht aus wenn abgewartet wird und die Zeit mit Schmerzmittel überbrückt wird. Es kommt zum Abschwellen der Nervenwurzel und damit zur Abnahme der Schmerzen. Wenn kein beruflicher Leidensdruck besteht kann man ruhig mindestens 2-3 Wochen abwarten. Sollten darüber hinaus weiters einschränkende Beschwerden bestehen muss mit ihrem Arzt abgewogen werden ob mit einer weiteren nicht operativen Maßnahme wie zB. einer periradikulären Nervenwurzelinfiltration (PRT) nachgeholfen werden muss.

Bei einer PRT wird eine Nadel gezielt mittels Röntgen oder CT in die Nähe der komprimierten Nervenwurzel gesetzt und vor Ort ein Präparat aus Kortison und Lokalanästhetikum infiltriert. Hierzu kommt es zum direkten Abschwellen der Nervenwurzel und Schmerzausschaltung. Diese kann im Idealfall für mehrere Wochen helfen, bis sich der Bandscheibenvorfall von selbst auflöst.

Sollten die oben genannten Maßnahmen nicht geholfen haben oder besteht ein beruflicher Leidensdruck zur rascheren Heilung ist die mikrochirurgische operative Entfernung des Bandscheibenvorfall eine sehr gute Alternative. Hierbei kann der Beinschmerz komplett ausgeschaltet werden. Laut Literatur besteht hier eine Erfolgsgarantie von bis zu 90%. Nach eigener Erfahrung sogar höher.

Leider gibt es Bandscheibenvorfälle die nicht nur Schmerzen verursachen sondern auch „Lähmungserscheinungen“ im Arm oder Bein. Je nach Grad der Lähmung sollte mit einer Operation nicht lange gewartet werden, da sonst bleibende Schäden zu erwarten sind.

Welche Behandlung letztendlich die Beste für Sie ist werde ich Ihnen in einem ausführlichen Gespräch gerne erklären. Der Patientenwunsch wird selbstverständlich in die Behandlung miteinbezogen. Den Erfolg der Therapie gestalten wir zusammen!

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Über mich

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Dr. Nazem Atassi
Neurochirurg

Ich bin ein auf Wirbelsäulenerkrankungen spezialisierter Chirurg, der modernste konservative und operative Therapien anwendet.

Schon während meiner Ausbildung als Neurochirurg in Deutschland habe ich meinen Fokus auf die Behandlung von Rückenschmerzen gesetzt. Nach meiner Facharztausbildung im Uniklinikum Aachen als Neurochirurg, absolvierte ich als Oberarzt eine 3-jährige Spezialisierung in einer für Wirbelsäulenerkrankungen bekannten Klinik in Köln unter der Leitung von Frau Prof. Bullmann, eine der renommiertesten Wirbelsäulenchirurginnen europaweit. So konnte ich meine mikrochirurgische Ausbildung als Neurochirurg nun mit der orthopädischen Behandlung der Wirbelsäule kombinieren.

Ich lege sehr viel wert auf ein intensives Gespräch und eine ausführliche klinisch-neurologische Untersuchung. Ich sehe mich als „Detektiv“ der herausfinden möchte wo ihre Schmerzen herkommen. Meine Aufgabe ist es Ihnen die Ursachen der Beschwerden anhand Röntgenaufnahmen zu erklären und gemeinsam mit Ihnen einen Therapieplan zu erstellen. Eine Operation kommt nur in Frage wenn Sie nicht mehr mit ihren Beschwerden konservativ zurecht kommen oder eine Lähmung vorhanden ist.

Ihr Vertrauen ist mir sehr wichtig.

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